KAS BANK präsentiert repräsentative Umfrage: Kostentransparenz der betrieblichen Altersvorsorge für die Deutschen wichtiger als Rendite

  • Betriebliche Altersvorsorge (bAV) ist wichtigster wirtschaftlicher Faktor für Attraktivität des Arbeitsplatzes nach dem Gehalt
  • 43 Prozent der Befragten halten die aktuellen Kosten der bAV für zu hoch
  • Über die Hälfte der Deutschen sieht die bAV als gut oder sehr gut geeignet für die Altersvorsorge (gesetzliche Rente: 15 Prozent)
  • Vor allem bei Frauen und jüngeren Leuten gibt es noch deutliche Informationsdefizite bei der bAV
  • Steigende Lebenserwartung und niedrige Zinsen werden von den Befragten als die größten Herausforderungen der bAV gesehen

Die Deutschen schätzen die betriebliche Altersvorsorge (bAV) als sehr wichtig für eine ausreichende finanzielle Absicherung im Alter ein. Entsprechend würde fast jeder Zweite der bAV künftig ein stärkeres Gewicht als bisher einräumen. Die Rendite der bAV ist den Deutschen dabei deutlich weniger wichtig als Kostentransparenz. Die aktuellen Kosten werden vielfach als zu hoch empfunden, zudem bestehen noch erhebliche Informationsdefizite. Dies sind Ergebnisse einer aktuellen repräsentativen Umfrage unter 1.026 deutschen Arbeitnehmern, welche das Meinungsforschungsinstitut forsa im April und Mai 2015 im Auftrag der KAS BANK, des Wertpapierdienstleisters für Altersvorsorgevermögen, durchgeführt hat.

Frank Vogel, Geschäftsleiter der KAS BANK N.V. – German Branch, erläutert: „Wir wollten mit der Umfrage ein aktuelles und unverfälschtes Stimmungsbild zur bAV erstellen und dabei diejenigen zu Wort kommen lassen, die unmittelbar betroffen sind: die Zielgruppe der bAV. Für die verantwortlichen Akteure der betrieblichen Altersvorsorge dürfte die Umfrage zahlreiche interessante und zum Teil unerwartete Ergebnisse erbracht haben.“ Kristina Schindler, Leiterin der Marktforschung von forsa, fügt hinzu: „Mehr als 1.000 Personen haben an der Umfrage teilgenommen, damit ist diese repräsentativ und gibt ein aussagekräftiges Bild zum Thema betriebliche Altersvorsorge in Deutschland.“

51 Prozent der Befragten halten die bAV für gut oder sehr gut geeignet, um eine ausreichende Vorsorge im Alter zu gewährleisten. Noch etwas stärker schneidet die private Vorsorge mit 61 Prozent ab, während die gesetzliche Rente lediglich von 15 Prozent der Deutschen als geeignete Altersvorsorge eingestuft wird. Entsprechend würde fast jeder zweite Befragte (47 Prozent) die betriebliche Altersvorsorge künftig gerne stärker gewichten, wenn dies möglich ist. Die betriebliche Altersvorsorge nimmt deshalb auch einen extrem hohen Stellenwert bei der Wahl des Arbeitgebers und der Attraktivität eines Arbeitsplatzes ein. 72 Prozent der Deutschen sehen eine bAV als wichtig oder sehr wichtig bei der Wahl eines Arbeitgebers an. Damit rangiert die betriebliche Altersvorsorge deutlich vor vermögenswirksamen Leistungen (57 Prozent), einem Jobticket (35 Prozent) oder einem Dienstwagen (20 Prozent). Lediglich das Arbeitsentgelt hat erwartungsgemäß einen noch höheren Einfluss auf die Attraktivität des Arbeitsplatzes, es ist für 94 Prozent aller Befragten wichtig oder sehr wichtig.

Transparente Kosten sind für die Deutschen bei einer betrieblichen Altersvorsorge dabei der bei weitem vorrangige Aspekt. 86 Prozent aller Befragten stufen Kostentransparenz als wichtig oder sehr wichtig ein. Geringe Wertschwankungen der investierten Beträge werden von 78 Prozent als wichtig oder sehr wichtig eingeschätzt, hohe Wertsteigerungen folgen mit 70 Prozent mit deutlichem Rückstand und besitzen besonders bei Personen mit unterdurchschnittlichem Haushaltsnettoeinkommen eine untergeordnete Bedeutung. Dass die Beiträge der betrieblichen Altersvorsorge nachhaltig, ökologisch und sozial investiert werden, ist nur für knapp die Hälfte der Befragten (47 Prozent) relevant.

Bei den Informationen zur betrieblichen Altersvorsorge besteht noch deutlicher Nachholbedarf. Lediglich 41 Prozent aller Befragten fühlen sich zum Thema gut oder sehr gut informiert. Bei den unter 30-Jährigen liegt die Quote sogar nur bei 30 Prozent. Entsprechend ist auch knapp jedem vierten Deutschen (23 Prozent) nicht bewusst, dass für eine betriebliche Altersvorsoge Kosten anfallen. Bei den unter 30-Jährigen geben sogar 30 Prozent an, dies nicht zu wissen. Bei all jenen Befragten, die sich grundsätzlich über anfallende Kosten im Klaren sind, sehen 43 Prozent der Befragten noch Kostensenkungspotenzial, nur 33 Prozent halten die aktuellen Kosten für angemessen.

Die größten Herausforderungen für die bAV sehen die Deutschen in der steigenden Lebenserwartung der Bevölkerung und im aktuell niedrigen Zinsniveau (jeweils 58 Prozent der Nennungen), die Schwäche der gesetzlichen Rentenversicherung empfinden 40 Prozent der Befragten als Herausforderung für die betriebliche Altersvorsorge.

Frank Vogel, Geschäftsleiter der KAS BANK N.V. – German Branch, kommentiert die Ergebnisse: „Am meisten überrascht hat uns, dass hohe Wertsteigerungen in der bAV für die Deutschen nicht die größte Bedeutung haben. Gerade beim Thema Kosten scheinen noch große Potenziale zu schlummern, das hat unsere repräsentative Umfrage ergeben. Und trotz aller Anstrengungen scheint das Informationsniveau immer noch nicht ausreichend zu sein. Hier lohnt es sich nachzubessern. Denn dass der Bedarf für eine betriebliche Altersvorsorge bei den Deutschen extrem hoch ist, zeigen die Umfrageergebnisse. Ein gutes und transparentes Angebot ist dabei ein extrem wichtiger Wettbewerbsvorteil für Arbeitgeber.“

Detailliertere Umfrageergebnisse stellt die KAS BANK interessierten Medien- und Industrievertretern auf Wunsch gerne zur Verfügung.

 

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